Zum Beginn der 50er Jahre besuchten die Voerder Kinder die „Schule an der Wilhelmstraße". Durch das Aufblühen Voerdes und dem damit verbundenen Anwachsens der Bevölkerungszahl, wurde die Schule jedoch zu klein. So behalf man sich damit, dass ein Teil der schulpflichtigen Kinder zur Schule Altenvoerde "abgezweigt" wurde.
Im Jahr 1955 legte man den Grundstein zur Effeyschule, da durch die weitere Bebauung Voerdes (z.B. der Siedlungen am Loherfeld, am Tanneneck und am Sonnenschein) eine zweite Voerder Schule unumgänglich wurde.
Die Volksschule Effey war die erste Schule, die nach dem Krieg im gerade acht Jahre alten Ennepetal gebaut wurde.

Das erste Kollegium
Bei Inbetriebnahme der Schule am 25.4.1957 setzte sich das Kollegium der Schule aus Lehrkräften zusammen, die an anderen Schulen Ennepetals tätig waren. Aufgrund der Entlastung, die die bis dahin überbelegten Schulen Altenvoerde und Wilhelmstraße durch die neue Schule erfuhren, wurden dort Lehrkräfte überzählig. In einer von Herrn Schulrat Burkert einberufenen Schulleitersitzung ergab sich folgende Lösung:
Rektor Erich Koch
Konrektor Klaus Jürgen Grünig
Lehrer Robert Brockhaus
Lehrer Walter Schröder
Lehrerin Christa Ulrich
Lehrerin Annemarie Thiemann
Lehrer Helmut Leithold
Hauptlehrer i.R. Heinrich Gillkötter
Hauptlehrer i.R. Ludwig Peikert
Rektor i.R. Fritz Daumeter
Rektor i.R. Wilhelm Strackbein

25.4.1957 - Erster Schultag an der Effeyschule
Veränderungen
Der Zuzug nach Voerde hielt an und die Schülerzahlen stiegen. Daher musste im Jahr 1962 mit dem zweiten Bauabschnitt (heute: Klassenräume) begonnen werden, der im Frühjahr 1964 fertiggestellt und feierlich eingeweiht wurde.
Anfang Februar 1967 wird als dritter und letzter Bauabschnitt die Turnhalle fertiggestellt.
1967 beginnt eine neue Zeitrechnung in Nordrhein-Westfalen und dem Rest von Deutschland (außer Bayern, die waren allen schon voraus). Der Schuljahresbeginn wird vom 1. April (bzw. Ostern) eines Jahres auf den 1. August verlegt. Diesen Quantensprung erreichte man durch zwei vorhergehende Kurzschuljahre.
Am 25. April 1968 gibt der Stadtdirektor der Stadt Ennepetal folgendes bekannt:
Betr.: Neuordnung des Volksschulwesens in Ennepetal.
Die Landesregierung NW hat das Volksschulwesen neu geordnet und hierzu die Verfassung
für das Land NW geändert sowie das Gesetz zur Aenderung des 1. Gesetzes zur Ordnung des Schulwesens im Lande NW, des Schulverwaltungsgesetzes und des Schulfinanzgesetzes beschlossen. Diese Gesetze sind am 1.3.1968 in Kraft getreten: Sie verpflichten die Schulträger, Hauptschulen (5.-9. Schuljahr) und Grundschulen (1.-4. Schuljahr) zu errichten.
Die Stadtvertretung der Stadt Ennepetal hat demgemäß am 16. 4.1968 beschlossen, für den Stadtbezirk Ennepetal ab 1.8. 1968 drei Hauptschulen zu errichten ...
Das war die Geburtsstunde der Hauptschule Effey, die zunächst 2-zügig, ab 1970 sogar 3-zügig geführt werden sollte. So wurde der Bau eines Erweiterungsgebäudes notwendig, das schließlich 1972 bezogen wurde. In ihm befinden sich heute die Fachräume.

Am 10. Juli 1976 geht der langjährige Rektor Erich Koch nach mehr als vierzig Dienstjahren in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt am 1. August Rektorin Ingrid Padberg an.
Vielleicht war es nicht so gravierend, aber die Schüler heute können sich kaum noch vorstellen, dass es einmal anders war, seit 1975 gibt es die Fünf-Tage-Woche. Eine knappe Mehrheit von Eltern, Schülern, Lehrern und Stadtverwaltung sprach sich in einer Abstimmung für die Einführung der Fünf-Tage-Woche aus. Damals fürchteten viele noch, nachmittags Unterricht erteilen/erleiden zu müssen. Wegen herrschenden Lehrermangels blieb es beim Vormittagsunterricht. Verändert werden musste der Fahrplan für die Schulbusse.
Eine weitere Veränderung war die Einführung des 10. Pflichtschuljahres mit Beginn des Schuljahres 1980/81. - Bis jetzt hatte seit 1974 die Möglichkeit bestanden, freiwillig ein 10. Schuljahr zu besuchen, um einen höherwertigen Abschluss zu erreichen. Diese Möglichkeit bestand für die Schüler aller drei Ennepetaler Hauptschulen an der Hauptschule Harkort. Ab jetzt musste jeder Schüler ein 10. Schuljahr absolvieren und zwar an der jeweiligen eigenen Hauptschule. Eine Ausnahme gab es nur für die, die eine Lehrstelle nachweisen konnten. Diese Schüler durften ihr 10. Pflichtschuljahr auch an der Berufsschule machen.
1982 feiert die Schule den 25. Geburtstag. Das Kollegium war inzwischen auf die stattliche Anzahl von 33 Personen angewachsen, was bei einer Schülerzahl von um die 600 sicherlich notwendig war.
1985/86 kam dann, was kommen musste: der erste Nachmittagsunterricht. Zunächst wurde er als EBA (erweitertes Bildungsangebot) bezeichnet, d.h. es gab Unterrichts-angebote am Nachmittag, die die Schüler freiwillig nutzen konnten. Richtig ernst wurde es dann 1988/89. Am 10. Februar 1988 beschloss der Schulausschuss, dass die Hauptschule Effey Ganztagsschule wird.
Im März 1990 geht die Rektorin Frau Padberg nach 14 Jahren an der Schule in den Ruhestand.
Ihre Nachfolge tritt am 1. August des Jahres Rektor Lothar Stratmann an.
www. – Diese magischen drei Buchstaben gehören seit April 1998 zur Hauptschule Effey, nachdem die ersten Computer schon 1986 angeschafft worden waren.
Herr Stratmann leitete unsere Schule bis Oktober 1999, Herr Kätker, der Konrektor, vertrat ihn, bis am 15. August 2000 Rektorin Dörte Peters-Goschau die Schulleitung für zwei Jahre übernahm. Ab 2002 übernahm wieder Herr Kätker kommissarisch die Leitung der Schule.
Seit Juni 2003 ist Rektor Peter Hillebrand Leiter der Hauptschule Effey.
Die Aufgaben von Herrn Kätker, der im Januar 2004 nach mehr als 40 Jahren im Schuldienst in den wohlverdienten (Un-)Ruhestand ging, nimmt seitdem Thomas Möbitz wahr.
Gegenwart
Viel hat sich in den letzten Jahren geändert. Wo schon vor mehr als 30 Jahren Entwürfe von Klassen gemacht wurden, tat sich endlich etwas: Aus der tristen Asphaltfläche Schulhof wird 2004/05 ein Aufenthaltsbereich mit Spielflächen und Sitzgelegenheiten.


Weil seit 2005 alle Schülerinnen und Schüler während des Mittagessens in die Mensa gehen, wurde eine Erweiterung und damit ein kompletter Umbau nötig. Zwei Klassenräume im Erdgeschoss bieten jetzt ausreichend Platz für alle Hungrigen und die „Küche“. Um die Versorgung kümmert sich Frau Bothmann.


Was früher einmal der kombinierte Chemie- und Biologieraum war, ist seit 2006 ein hochmoderner NW-Raum, multimediafähig und mit einer Einrichtung, die einer Hochschule Ehre machen würde.
Aus der früher so düster wirkenden Pausenhalle wurde ein heller, einladender Eingangsbereich mit Schaukästen, Infotafeln, Sitzinseln und mit zwei Kickern für die Unterhaltung.

Die Flure erhielten einen neuen Anstrich und mussten aus Brandschutz-gründen mit Brandschutztüren ausgerüstet werden.
Der weiß-bunte Außenanstrich, der Ende der 70er Jahre die graue Urfarbe und auch das große Wappenbild an der Ostfassade ersetzte und in 30 Jahren verblasst und von fremder Hand „verschönert“ worden war, ist inzwischen durch frisches Gelb ersetzt. Zwei der drei hohen Tannen fielen „Kyrill“ zum Opfer.


Zum Sommer 2008 wurde das Ganztagsangebot der Schule erweitert. Die Schüler der Klassen 5-7 haben an fünf Tagen Nachmittagsunterricht. Die Schüler der Klassen 8-10 haben nur an drei Nachmittagen Unterricht; sie können aber an “offenen” Angeboten (z.B. Bewerbungsbüro) teilnehmen.








